Martin schreibt über das Staunen und wie man es im Laufe der Zeit und mit mehr und mehr Fotografie-Erfahrung verliert. Was aber wenn man einen Ort, über den man jedes Mal beim Vorbeifahren staunt nicht so ablichten kann wie man ihn empfindet? Hmm… Öfter vorbeifahren? Andere Blickwinkel ausprobieren? Und wenn das alles nichts hilft? Ich fahre jeden Tag 2x an einem solchen Ort vorbei und grade abends ist die Stimmung dort wirklich schön. Aber wie soll ich ihn fotografieren? Keine Ahnung …
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AF-S DX NIKKOR 35 mm 1:1.8G
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wie oft hast du diesen ort schon fotographiert?
Kein einziges Mal. Beziehungsweise einmal, da aber nur sehr abstrakt.
Siehe hier.
verstehe, verstehe …
)
du fährst immer dran vorbei, wenn ich das richtig verstanden habe, vielleicht will der Ort, dass du stehen bleibst und ihn zuerst lange betrachtst und dann zeigt er dir von allein, wie du ihn fotographieren kannst, damit andere spüren was du siehst und fühlst – klingt vielleicht doof, ist aber durchaus eine möglichkeit
Wenn du wüsstest wie oft ich da schon stehengeblieben bin
Aber kommt Zeit – kommt Rat!
na dann musst du geduld haben, oder jedesmal ein paar bilder machen
in berlin gibt es eine stelle, von der aus der fernsehturm futuristisch zwischen den häusern steht, sehr schön, jeden tag bin ich zwei mal dran vorbeigefahren, fast sieben jahre lang und nicht einmal habe ich mich getraut auf das gesperrte baugrundstück zu gehen um ein bild zu machen, heute bereue ich das.
Da hat der Foto-Priester Gommel aber mächtig auf die philosophische Tränendrüse gedrückt. Wenn man Erwachsen wird, verliert sich halt die kindliche Gabe des Staunen-Könnens. Eine andere Sicht auf Dinge bekommt man wahrscheinlich nur durch bewusstseinserweiternde Drogen. Hört auf den Fuchs: “Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.” Und für Kameras erst recht.
Na mein lieber Wolf, da muss ich dir widersprechen. Staunen kann man auch mit zunehmendem Alter noch. Auch ohne bewusstseinserweiternde Drogen. Es reicht meist einfach nur mal die Scheuklappen wegzunehmen und mit offenen Augen durchs Leben zu gehen…