
Seit jeher stört mich, dass die Bilder, die mir persönlich doch recht viel bedeuten auf der heimischen Festplatte versauern. Von den meisten habe ich zwar Abzüge, welche aber im Schrank verstauben.
Um diese Bilder nun doch endlich mal zu nutzen habe ich mir diverse Online Galerien angesehen und bin zu einem ziemlich ernüchternden Ergebnis gekommen:
Die Provisionen sind zu niedrig.
10 – maximal 20% für die eigenen Bilder zu bekommen und den Rest an die Galerie abzutreten ist meiner Meinung nach nicht wirklich fair.
Die Ausnahme der Regel ist in diesem Fall Whitewall. Hier hat man die Möglichkeit seine Bilder über Whitewall zu vertreiben (15% Provision, was wieder zu wenig ist) oder sich eine eigene Galerie (whitewall.com/eigenername) aufzubauen. Wenn man nun ein Bild aus dieser Galerie verkauft unterscheidet Whitewall von wo der Käufer gekommen ist. Kam der Käufer vom Whitewall-Kunstmarkt gibt es nach wie vor 15%. Kommt der Käufer aber von außerhalb (also über Google, einem Blog oder einem Forum) gibt es satte 51% Provision für den Künstler.
Wenn ich es mir recht überlege sind 49% nur für Versand und Druckproduktion zwar auch noch ne Menge (das Marketing fällt ja dann quasi weg), allerdings ist das scheinbar das beste Angebot im Netz.
Deshalb habe ich mir auch mal einen Account bei Whitewall angelegt und werde mal ein wenig ausprobieren.
Einen weiteren Vorteil hat die eigene Galerie noch:
Per CSS lässt sich die Galerie ganz nach den eigenen Wünschen durchstylen.
Ob das alles aber überhaupt was hilft und man dann tatsächlich etwas verkauft – ja das steht wohl auf einem anderen Blatt …
Nun ist es endlich soweit! Fast pünktlich startet seen.by durch mit dem Bildverkauf und ich bin mit von der Partie! Mein Bild Proxima Estacion Esperanza ist ab 128€ (Fine Art Print, 60x34cm) zur Verschönerung eurer Wände zu haben! Ich bin jetzt schon gespannt ob (bzw wann
) ich mein erstes Bild verkaufe…
Am Wochenende lag nun also ein A4 Umschlag von Sander in meinem Briefkasten. Darin enthalten ein Lieferschein und ein Proof.
Der Lieferschein
Vielleicht bin ich ja ein wenig altmodisch, aber eine kurze Beschreibung hätte man schon noch auf den Lieferschein schreiben können. “Mit Bitte um Freigabe…” oder so was…. Ich könnte mir vorstellen, dass eine Menge Leute diesen Proof einfach nur zur Kenntnis nehmen und keine explizite Freigabe erteilen.
Und nun zum Proof
Auf dem Proof ist ein 1:1 Ausschnitt zu sehen, der für jemanden der sich nicht mit Druck auskennt bestimmt nur schwer (wenn überhaupt) beurteilen lässt. Natürlich ist der Proof in dieser Größe “grisselig” und aufgepixelt, aber wie nahe geht man schon an ein Bild dieser Größe? Ich könnte mir vorstellen, dass Sander da eine Menge Reklamationen erhalten hat. Obwohl sie natürlich nichts dafür können. Aber vielleicht sollte man gerade deshalb noch ein paar Zeilen zur Erklärung mit in den Lieferschein schreiben… Ach ja, auf dem Proof ist nicht nur der 1:1 Ausschnitt, sondern auch eine kleine Version, welche leider total verpixelt ist. Auf Nachfragen per Mail wurde ich dann 2 Tage später auch angerufen (was ich äußert gut finde!) und mir wurde erklärt, dass es sich nur um ein “Vorschaubildchen” handelt. Hätte man vielleicht auch schon vorher irgendwie erwähnen können um sich das Nachfragen zu ersparen (ich war bestimmt nicht der einzige…).
Fazit:
Ich habe keine Ahnung, ob Sander mit solch “großen” Aktionen schon Erfahrung hat oder nicht – ich gehe mal davon aus, dass sie zum ersten Mal für ein Fotoportal drucken. Im Prinzip läuft das schon sehr gut, bis eben auf ein paar Kleinigkeiten mit denen sich Sander wahrscheinlich nur selbst das Leben schwer macht.
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