James Nachtwey – War Photographer

Eigentlich sollte dieser Artikel “Faszination Fotografie” lauten. Ich habe mich aber entschieden (wie schon ein paar Mal zuvor) dieses Thema hinten anzustellen und erst mal “War Photographer” vorzustellen.

Fotografie muss schocken, muss aufrütteln, muss bewegen. Das ist für mich das wichtigste an Fotografie. Ich selbst schaffe das leider nicht. Wer „War Photographer“ gesehen hat versteht glaube ich was ich meine. Wer ihn nicht gesehen hat – ob Fotograf oder nicht – dem kann ich diesen Dokumentarfilm nur empfehlen.
James Nachtwey wurde 2 Jahre lang in Krisengebiete wie Jakarta und Kosovo begleitet. Was dieser Mann gesehen hat und versucht aufzuzeigen ist erschütternd. Armut, Elend, Tod, Krieg. Der Film und seine Fotos zeigen eine andere Welt außerhalb unserer wohlbehüteten Heimat. Kawah Ijen, eine Schwefelmine in Ostjava, Indonesien, bei deren Anblick mein erster Gedanke „Hölle“ war. Menschen, die 1 Meter neben einer Bahntrasse auf ausgebreiteten Kartons „leben“. Menschen, die mit Steinen gegen Maschinengewehre kämpfen.
Viele denken Kriegsfotografen seien Adrenalinjunkies – wer den Film über James Nachtwey gesehen hat wird seine Meinung da schnell ändern.

Jede Minute an diesem Ort denke ich an Flucht.
Ich will das nicht mit ansehen.
Soll ich weglaufen oder soll ich mich der Verantwortung stellen,
mit meiner Kamera alles festzuhalten?

(James Nachtwey)

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2 Response to “James Nachtwey – War Photographer”


  1. 1 Wolf Larsen
  1. 1 unembedded | hellyeah!!!

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