Wer oft und mit Leidenschaft fotografieren geht dem passieren schon mal die komischsten Dinge. Wenn ich – und ich denke so geht es den meisten Fotografen – das Gefühl habe, dass mich ein gutes Foto erwartet, dann wird schon mal schnell über einen Zaun gesprungen.
Oder man verdrängt die Risiken. Ende `06 war ich in Brasilien, und ‘musste’ natürlich auch mal mit der Kamera in die Favelas, also Slums von Natal, da ich mir dort ein paar gute Schüsse erhoffte. Das ging auch eine Weile gut. Ich traf nen Typen vom Strand, der mich gleich total entgeistert anstarrte und wissen wollte was mich hier hertreibt….
Das hätte mir zu denken geben können.
Na ja, das Ende vom Lied war, dass ich einmal falsch abgebogen bin und einer Gruppe von 5 oder 6 ziemlich zwielichten Jugendlichen in die Arme lief, die große Augen beim Anblick eines europäischen Touris mit Kamera bekamen. Also – Beine in Hand genommen und Gas gegeben. Und Glück gehabt
Und auch das ist etwas, was mich an der Fotografie reizt. Mal ein wenig Risiko eingehen.




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